23.03.2026 von Christian Meister

Kollagen für die Gelenke

Warum Kollagen ein Comeback erlebt

Bis zum Auftreten von BSE war Gelatinepulver weit verbreitet und wurde löffelweise gegen Gelenkbeschwerden eingenommen. Seither ist Gelatine als Nahrungsergänzungsmittel praktisch vollständig verschwunden. Seit einigen Jahren rückt nun Kollagen stärker in den Fokus – ein Stoff, der grundsätzlich einen grossen Teil der Gelatine ausmacht.

Kollagen wird von unserem Körper selbst produziert. Diese Produktion nimmt jedoch bereits ab etwa dem 20. Lebensjahr langsam ab. Kollagen ist ein Peptid, also ein Eiweiss, das in unserem Körper als Strukturprotein sehr häufig vorkommt. Es sorgt für Stabilität im Bindegewebe und findet sich unter anderem in Haut, Knochen, Sehnen, Bändern und Knorpel. Der Abbau von Kollagen wird durch Faktoren wie Stress, Rauchen, UV-Strahlung oder einen hohen Zuckerkonsum zusätzlich beschleunigt.

Gibt es pflanzliches Kollagen oder ist es immer tierischen Ursprungs?

Nur Menschen und Tiere können Kollagen bilden. Online werden zwar pflanzliche Kollagenpräparate angepriesen, diese enthalten jedoch höchstens Stoffe, welche die Kollagenproduktion im Körper anregen können. Ähnliches findet man auch in der Naturkosmetik, die mit Kollagen wirbt.

Ist Kollagen immer gleich Kollagen?

Nein, es gibt mehrere verschiedene Kollagentypen. Zudem spielt die Verarbeitung des Kollagens eine wichtige Rolle. Empfehlenswert ist ein sogenanntes Kollagenhydrolysat. Dabei handelt es sich um hydrolisiertes Kollagen, das wasserlöslich ist und dadurch vom Körper besser aufgenommen werden kann. Es ist geschmacksneutral und lässt sich problemlos in Getränke, Suppen oder andere Speisen mischen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass es sich um ein bioaktives Kollagen handelt. Dabei wird das Kollagen durch Enzyme in noch kleinere Bestandteile gespalten. Diese können die sogenannten Fibroblasten – Zellen, die im Körper Kollagen produzieren – stimulieren.

Ist die Wirkung belegt?

Ja. Beispielsweise gibt es zu Fortigel, einem geprüften bioaktiven Kollagenhydrolysat, mehrere medizinische Studien. Diese zeigen unter anderem eine signifikante Schmerzlinderung, einen reduzierten Bedarf an Schmerzmitteln sowie eine verbesserte Gelenkbeweglichkeit.